Termine

  • Sa, 27.01.2018
    Skifreizeit
  • Fr, 02.02.2018
    Zeugnisausgabe 3. Stunde
  • Mo, 05.02.2018
    Anmeldewoche

Realschule Mediensucht

Am Mittwoch, den 5.7 bekamen wir, die Klasse 8a einen besonderen Vortrag zu hören. Herr Riesen von der Fachstelle für Medienmissbrauch klärte uns über die gefährlichen Themen Pornografie und Mediensucht auf. Laut Umfragen verbringt der durchschnittliche Jugendliche 5,5 Stunden pro Tag an einem elektronischen Gerät.


 
Insbesonders ging es um  die Frage „Warum macht das Spaß?“. Hierzu erklärte uns Herr Riesen, dass es neben den Grundbedürfnissen Essen, Trinken, Wohnen, Schlafen noch die anderen Wohlfühlbedürfnisse gebe, wie zum Beispiel: Anerkennung, Status, Freiheit, Gerechtigkeit, Freundschaft, Liebe, Zugehörigkeit, Erfolg etc. Diese Bedürfnisse finden wir leichter in Medien, als im „Real-life“.  Wir können uns Zugehörigkeit und Anerkennung bei Followern und Likes auf Instagram, Facebook oder anderen sozialen Plattformen holen, können unseren Sinn für Gerechtigkeit im Internet ausleben und dementsprechend tweets und Kommentare schreiben, um über andere zu richten, können Erfolge in Spielen suchen, oder Liebe in Pornografie.
 

Herr Riesen erklärte uns, dass es im Gehirn eine Zone gibt, die für diese Bedürfnisse zuständig ist, nämlich die Partyzone. Die Partyzone überredet uns meistens, nur die interessanten Sachen zu machen, um uns so diese Bedürfnisse zu sichern. Dabei schüttet sie das Glückshormon Dopamin aus. Der Gegenspieler dieser Zone ist die Kontrollzone, die für die rationalen Entscheidungen zuständig ist wie zum Beispiel Hausaufgaben machen, schlafen, essen usw.  In der Pubertät löst sich das Gehirn von der Kontrollzone zur Partyzone auf, und so fallen uns Entscheidungen für die Kontrollzone immer schwerer. Dementsprechend werden für einen die Dopamin-Ausschüttungen immer wichtiger und diese sucht man in Videospielen oder Pornos. Durch einen immer fortwährenden Ablauf entstehen Trampelpfade zu der Partyzone und somit fällt es einem leichter, süchtig zu werden.
Aber ab wann gilt man als süchtig? Man gilt erst dann als süchtig, wenn 6  der folgenden Punkte zutreffen: Man denkt ständig daran; nichts anderes macht mehr Spaß; man kann es nicht mehr kontrollieren, man will immer weiter, obwohl man wichtige Dinge verloren hat, man lügt deswegen; man vernachlässigt seine eigene Gesundheit, man hat nur noch Stress.
Gegen eine Mediensucht hilft oft, sich im Reallife eine „Mauer“ aufzubauen. Das kann man machen, indem man sich eine richtige Freundschaft sucht, echte Hobbys, seine Ziele aufschreibt und mit jemandem darüber spricht.
Herr Riesen empfahl uns, dass wir, wenn wir Probleme mit Mediensucht oder Pornografie hätten, uns bei der Organisation Return melden könnten, die kostenlos und zur Schweigepflicht verpflichtet ist.