Termine

  • Sa, 27.01.2018
    Skifreizeit
  • Fr, 02.02.2018
    Zeugnisausgabe 3. Stunde
  • Mo, 05.02.2018
    Anmeldewoche

Realschule Reise in eine andere Kultur

Vom 05.04.2014 - 17.04.2014 haben 11 Schülerinnen und Schüler von der Freien christlichen Realschule Siegen im Alter von 14-16 Jahren einen Schüleraustausch nach Jordanien mitgemacht. Ehepaar Dawn und Jürgen Kleinloh, unser Schulleiter Herr Wagner sowie eine FSJlerin begleiteten uns.


Die Tour riss uns aus dem in Mitteleuropa gewöhnlichen Alltag und konfrontierte uns mit dem harten Alltag von syrischen Flüchtlingsfamilien, der Armut im Nahen Osten und einer ganz anderen Vorstellung von Gastfreundschaft. Die erste Zeit in Jordanien verbrachten wir in Gastfamilien in Karak. Dort bekamen wir das Leben der Jordanier hautnah mit. Während des Projekts konnten wir an unterschiedlichen Orten viele Eindrücke sammeln. Wir waren zum Beispiel in Aqaba, Petra und in Jerash. In Petra konnten wir uns einen großen Eindruck von der Geschichte des Landes machen und uns wurde viel über die Entstehung der in Fels gemeißelten Stadt erzählt. In Aqaba hatten wir die Möglichkeit das Rote Meer zu sehen und in Jerash konnten wir ein großes, antikes Theater besichtigen. Unter anderem verbrachten wir eine Nacht in der Wüste Wadi Rum und haben bei Beduinen übernachtet, damit wir auch mal einen Einblick in ihre Lebenssituation bekommen konnten. Vorbehalte gegenüber fremden Kulturen verschwanden schnell, da wir überall mit großer Gastfreundschaft willkommen geheißen wurden.  Wir besuchten zwei  Schulen, die eine war katholisch und die andere muslimisch. Die katholische Schule besuchten wir vier Tage, wohingegen  wir bei der muslimischen nur eine kurze Stippvisite machen konnten, da dort strengere Ordnungen herrschten. Vor allem auf der Straße spürten wir die kulturellen Unterschiede zu Deutschland. Straßenprügeleien und verschiedene Auseinandersetzungen zwischen Jungen und Mädchen waren dort der normale Alltag. Bei den Besuchen in den syrischen Flüchtlingsfamilien konnten wir eine Menge über Gastfreundschaft, aber auch Armut lernen. 


Unsere Gruppe hat aber nicht nur Orte, Familien und historische Plätze besichtigt, wir haben auch mit angepackt. In einem Kindergarten konnten wir mit den Kindern spielen und sie beschäftigen. In den Flüchtlingsfamilien durften wir kleine Geschenke verteilen und auch bei einer missionarisch engagierten Familie konnten wir rund ums Haus und in einem Laden, der zum Lagern von Spenden an die syrischen Flüchtlingsfamilien vorgesehen war, mit anpacken. Unsere Tage in Jordanien waren sehr einprägsam und voller neuer und toller Erfahrungen. Wir alle konnten sehr viel über uns selbst und über die Jordanier lernen.

Kim Hees, Klasse 9b